Über uns

Was ihr schon immer über den Helfer-Stab wissen wolltet…

Wer oder was ist der Helfer-Stab?

Der Helfer-Stab ist eine gemeinnützige Organisation, die zur Fluthilfe und zum Wiederaufbau des Ahrtals gegründet wurde. Als Knotenpunkt im großen Netzwerk der freiwilligen Hilfe verbinden wir Hilfsorganisationen, ungebundene Helfer, Betroffene, Handwerker und Behörden miteinander. Durch unseren engen Kontakt zu unterschiedlichen Behörden und Verwaltungen sind wir in der Lage, größere Projekte umzusetzen, können aber auch an vielen kleinen Baustellen zu einzelnen Themen helfen.

Wer sind die Mitglieder des Helfer-Stabs?

Die Mitglieder des Helfer-Stabs sind eine bunt gemischte Gruppe freiwilliger Helferinnen und Helfer aus dem Ahrtal und ganz Deutschland, die in den verschiedensten Bereichen der Fluthilfe aktiv waren und sind. Viele von uns helfen schon seit Tag eins der Katastrophe – in anderen Hilfsorganisationen, als Einzelkämpfer oder selbst Betroffene. Zurzeit hat der Helfer-Stab 22 Mitglieder.

Warum der Name?

Die Organisation ist nach dem Stabs-Prinzip aufgebaut, hat also zu unterschiedlichsten Themen wie Material- und Versorgung, Information und Kommunikation oder Soziales eigene Abteilungen. So können verschiedene Mitglieder der Organisation in unterschiedlichen Bereichen der Fluthilfe aktiv sein. Gleichzeitig können so in unserer Zentrale alle Informationen und Aufgaben zusammengeführt, geteilt und verteilt werden.

Welche Ziele verfolgt ihr?

Unser oberstes Ziel ist es, auf jede erdenkliche Weise den Wiederaufbau im Ahrtal zu unterstützen, und es langfristig als lebenswerten Ort zu erhalten. Unserer Meinung nach gelingt das am besten, wenn private und öffentliche Hilfsangebote gut zusammenarbeiten, weshalb wir uns um die Vermittlung zwischen den verschiedenen Akteuren der Fluthilfe bemühen. Das betrifft sowohl den Kommunikationsfluss der Hilfsorganisationen untereinander als auch zwischen Hilfsorganisationen und Verwaltung. Wir arbeiten getreu dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ und versuchen, vor allem solche Projekte und Aktionen zu unterstützen, die es den Betroffenen ermöglichen, den Wiederaufbau nach ihren eigenen Bedürfnissen und Wünschen zu gestalten. Ein weiteres Ziel ist die Verwaltung von aktuellen und zukünftigen Ressourcen. Dafür haben wir verschiedene Logistiksysteme für Lagerflächen, Wohnraum und Materialbeschaffung erarbeitet. Außerdem wollen wir die bei unserer Arbeit gewonnenen Erkenntnisse und die erarbeiteten Strukturen so dokumentieren und weitergeben, dass man bei zukünftigen Katastrophenfällen in Deutschland in Sachen Management der freiwilligen Hilfe nicht wieder bei null anfangen muss. Auch hierfür arbeiten wir mit Behörden mit Forschungseinrichtungen zusammen.

Was habt ihr bis jetzt erreicht?

Bei unserem Hauptziel, das Leben und Wohnen in der Region auch nach der Katastrophe attraktiv zu machen, konnten wir bereits zwei große Erfolge erzielen: Durch das Tinyhouse-Projekt haben wir zusammen mit unseren Kooperationspartnern über 195 Mobile Homes gestellt und so vielen von der Flut betroffenen Menschen wieder zu Wohnraum in ihrer Heimat verholfen. Außerdem konnten wir durch die Einrichtung, Ausstattung und Besetzung von InfoPoints über 50 Arbeitsplätze für Menschen aus der Region schaffen. Mit der Aktion „Grünes Licht fürs Ahrtal“ in Kooperation mit den Elektroseelsorgern und der Koordination vieler Weihnachtsaktionen sind wir auch im sozialen Bereich aktiv.

Um die Fluthilfe direkt zu unterstützen, haben wir bereits unzählige LKW-Ladungen Material, Lebensmittel und Spendengüter an Betroffene und Hilfsorganisationen vermittelt. So konnten wir u.a. von der Flut betroffene Schulen ausstatten. In einer Kooperation mit der Handwerkskammer Koblenz wurde ein Logistikzentrum in Gelsdorf eröffnet. Hier können Handwerker die auf ihren Baustellen benötigte Materialien anliefern lassen und bis zur Verwendung wetter- und diebstahlgeschützt zwischenlagern. Bald haben hier auch Sachspenden gemeinnütziger Organisationen einen Platz. Nicht zuletzt betreiben wir in Krälingen ein Handwerkerdorf, in dem man kostenlos übernachten kann.

Um als Ansprechpartner und Informationsquelle zu dienen, haben wir eine Hotline und eine (diese!) Website eingerichtet. Zudem sammeln wir hier Links von Facebook-, WhatsApp und Telegram-Gruppen, damit Helfer und Betroffene direkt miteinander in Kontakt kommen können. Weiterhin organisieren wir regelmäßige Netzwerktreffen mit anderen Hilfsorganisationen, um Synergien zu schaffen und die Vernetzung untereinander voranzutreiben. Eine Pressekonferenz der freiwilligen Fluthilfe diente ebenfalls als Informationsangebot, das jetzt in einem regelmäßigen Newsletter fortgeführt wird (hier gehts zur Anmeldung).

Was könnt ihr Betroffenen, Helfenden und Hilfsorganisationen anbieten?

Für Betroffene sind wir Ansprechpartner und Informationsquelle per Telefon, per Mail, auf der Website, in InfoPoints und ISB-Containern. Außerdem vermitteln wir Material, Verpflegung, Fahrzeuge und Handwerker.

Für andere Hilfsorganisationen stehen wir zur Kooperation zur Verfügung und unterstützen laufende Projekte, können aber auch neue Projekte gemeinsam mit anderen Organisationen umsetzen.

Wenn ihr eine konkrete Idee für ein Hilfsprojekt habt, schreibt uns! Wir unterstützen euch beim Anträgeschreiben, mit unseren Kontakten, einem Matching mit geeigneten Kooperationspartnern oder gehen es direkt zusammen an. 💪

Warum ist der Helfer-Stab eine gGmbH?

Der Helfer-Stab verfolgt keine wirtschaftlichen Interessen. Die Gründung einer gemeinnützigen GmbH, kurz gGmbH, soll es ermöglichen, Geldspenden anzunehmen und einzusetzen, Spendenquittungen auszustellen und als juristische Person aufzutreten. Finanzielle, im Rahmen der gGmbH erwirtschaftete Erträge dürfen ausschließlich für gemeinnützige Zwecke verwendet werden. Dass der Sitz der gGmbH und damit des Helfer-Stabs in Frankfurt ist, liegt daran, dass die Registrierung der gGmbH dort schneller möglich war als bei den ausgelasteten Ämtern und Behörden in der Region.

Wie habt ihr euch bis jetzt finanziert?

Derzeit arbeitet die Helfer-Stab gGmbH auf Spendenbasis, wir werden dabei unterstützt von vielen Organisationen und Institutionen wie der “Aktion Deutschland hilft” und ihren Mitgliedern. Dazu gehören Der Paritätische, die Malteser, die Johanniter, Adra uvm. Dem Helfer-Stab standen bis zur Gründung der gGmbH keine eigenen finanziellen Mittel zur Verfügung. Das Material, mit dem bis jetzt gearbeitet wurde und wird, stammt aus unserem eigenen Besitz oder aus Spenden. Die Mitglieder des Helfer-Stabs arbeiten entweder ehrenamtlich oder sind Mitarbeiter der m2artitude GmbH von Missy Motown und werden für die Aufgaben im Helfer-Stab eingesetzt.

Wie sieht euer Kontakt zu den Behörden aus?

Es besteht ein regelmäßiger Kontakt zwischen dem Helfer-Stab, der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion des Landes Rheinland-Pfalz (ADD), der Kreisverwaltung Ahrweiler sowie den Stadt- und Gemeindeverwaltungen der Städte und Ortschaften im von der Flut betroffenen Gebiet. In regelmäßigen Gesprächen werden große Projekte in der Fluthilfe besprochen. Unsere Vertretung in diesen Gesprächen bringt hier die Perspektiven der freiwilligen Fluthilfe ein. Somit sind wir über aktuelle Entwicklungen auf der behördlichen Seite informiert und können diese Informationen weitergeben. Außerdem unterstützen wir die Arbeit der Behörden durch Amtshilfe oder Vernetzung. Durch diesen engen Kontakt ist der Helfer-Stab auch dazu in der Lage, Konzepte aus der freiwilligen Hilfe an die Behörden weiterzuleiten und dort Förderung oder Unterstützung zu beantragen.

An welchen Standorten seid ihr aktiv?

Büro und Einsatzzentrale
Sportplatzweg 17
53505 Berg-Krälingen

Logistikzentrum Gelsdorf
Albert-Einstein-Str. 10
53501 Grafschaft-Gelsdorf

Eine Auflistung unserer Infopoints im Ahrtal findet ihr hier

Noch Fragen? Schreib uns!

Wir werden aktuell immer öfter auf die gleichen Themen angesprochen und sind meist erstmal damit beschäftigt, Gerüchte aus der Welt zu schaffen, die es zum Helfer-Stab gibt. Diese häufigen Missverständnisse haben wir gesammelt und möchten sie in einem Videobeitrag gerne ausräumen! Zum Video ⋙ 

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