Fünfter Newsletter des Helfer-Stabs

 

Wir haben bei den großen Hilfsorganisationen nachgefragt, wo und wie sie bis jetzt in der Fluthilfe aktiv geworden sind. Die Antworten waren überwältigend, wir möchten sie euch nicht vorenthalten und einen kleinen Auszug davon präsentieren. Für weitere Infos haben wir euch zu jeder Organisation einen Link dazu gepackt, dort könnt ihr euch weiter Angebote und Aktionen informieren.

 

Hier sind ihre Antworten:

Der Arbeiter-Samariter-Bund e.V. (ASB) hat Hilfsgüter aus ganz Deutschland in den von der Flut betroffenen Gebieten verteilt: über 700 Bautrockner, dazu Hochdruckreiniger, Notstromaggregate, Nasssauger und viele andere Geräte sind durch den ASB im Flutgebiet angekommen. Außerdem stellte der Bund u.a. Notunterkünfte, Hilfsgüter, medizinische Versorgung und einen Behelfskindergarten zur Verfügung. Zusätzlich wurden bis Ende Dezember insgesamt über 2,25 Mio. Euro von ASB und Maltesern als Soforthilfegeld an betroffene Haushalte ausgezahlt. Derzeit arbeitet der ASB weiter daran, Bedarfe in den betroffenen Regionen zu erkennen und weitere Hilfsgüter zu verteilen. Auch weitere Unterkünfte, Containerdörfer, Freizeit- und Beratungsangebote gibt es für Groß und Klein. Mehr Informationen gibt es hier: https://www.asb.de/news/asb-hilft-hochwassergebieten-nrw-und-rheinland-pfalz

Die Arbeiter Wohlfahrt International (AWO) unterstützt betroffene Haushalte finanziell bei der Anschaffung von Materialien für Reparaturen – dabei wurden insgesamt mind. 6,2 Mio. Euro ausgezahlt. Außerdem bietet die AWO telefonisch psychosoziale Unterstützung für traumatisierte Familien und Helfer*innen an und vermittelt zu psychologischen Beratungen. Darüber hinaus können Betroffene über die AWO auch zu Bauordnungen, Rechtsangelegenheiten und Fördermöglichkeiten beraten werden. Wenn ihr euch weiter zu der Hilfe der AWO informieren möchtet, könnt ihr hier weiterlesen: https://www.awointernational.de/de/unsere-arbeit/aktuelles/2021/awo-hochwasserhilfehilfetelefon-und-beratungsstellen/

Die Organisation Habitat for Humanity e.V. hat direkt nach der Flutkatastrophe mitgeholfen, eine Strom- und Wasserversorgung im Flutgebiet zu organisieren – durch die Ausgabe von Kabeln, die Inbetriebnahme von Pumpen und Generatoren und die Bereitstellung von Brauchwasserzisternen. Danach haben sie sich in engem Austausch mit Gemeinden und Betroffenen um Hilfe zur Selbsthilfe bemüht. Mit einem Werkzeugverleih in Dernau, dem mobilen Werkzeugverleih donnerstags in Altenahr und Altenburg und über 100 Begehungen zur Beratung und Schadenseinschätzung helfen sie den Betroffenen beim Wiederaufbau. Nähere Infos findet ihr unter: https://habitatforhumanity.de/hochwasserdeutschland.html

In der Akuthilfe hat die Johanniter Unfall-Hilfe e.V. Betroffene evakuiert, betreut, verpflegt und mit Rettungshunden nach Vermissten gesucht. Auch medizinische und psychosoziale Notbetreuung wurde für Betroffene und Helfer angeboten und erste Aufräumarbeiten und Transporte von Spenden durchgeführt. Danach wurden finanzielle Soforthilfe von insgesamt 4,5 Mio. Euro ausgezahlt, Werkzeuge, Hilfsgüter und Sachspenden verteilt, darunter 500 Waschmaschinen und 120 Bautrockner. Heute sind die Johanniter immer noch in den betroffenen Regionen aktiv, bieten psychosoziale Unterstützung und Kinderfreizeiten an, betreiben ein mobiles Hochwasserbüro und koordinieren die ehrenamtliche Hilfe in Erftstadt. Weitere Informationen findet ihr unter: www.johanniter.de/hochwasserhilfe

Eine vielleicht weniger bekannte, aber auch nicht kleine Hilfsorganisation ist die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V. (ZWST) – und auch sie sind nach wie vor im Ahrtal aktiv. In der Nothilfephase haben sie die Aufräumarbeiten und die Renovierung von Senioren- und Geflüchteten-Heime unterstützt und Lebensmittel, Beleuchtung, Leuchtmittel, Elektrogeräte und Sachspenden verteilt. Bis heute gibt es viele Hilfsaktionen der ZWST mit bezahlten Handwerkern und ehrenamtlichen Helfer*innen, es werden nötige Hilfsgüter ausgeliefert, freiwillige Koordinierungsstellen unterstützt und Projekte zur Rehabilitation vorangetrieben. Nähere Informationen gibt es auf: www.israaid-germany.de

Natürlich haben wir hier nicht alle großen Organisationen aufgeführt, es gibt noch zahlreiche andere und sie alle haben sehr unterschiedliche Fluthilfe geleistet. Was diese hier aufgeführten Organisationen allerdings gemeinsam haben, ist, dass sie alle Teil des Bündnisses Aktion Deutschland hilft sind. Die hier aufgeführten ausgezahlten Spendengelder stammen größtenteils aus den Mitteln der Aktion Deutschland hilft. Wir hoffen, dass wir mit diesem Newsletter u.a. die Frage beantworten, wo die Spendengelder der Aktion Deutschland hilft denn hingegangen sind: über die Partner-Organisationen sind bereits große Summen als Soforthilfen in die von der Flut betroffenen Gebiete gekommen.

 

Und was ist mit der freiwilligen Hilfe?

Die geht natürlich auch weiter! Über den aktuellen Stand der freiwilligen Fluthilfe berichten wir in unserem nächsten Newsletter in zwei Wochen. Wenn ihr aktuelle Infos zu eurer Fluthilfe beisteuern wollt, meldet euch einfach bei uns per Mail und wir nehmen eure Infos dann in den nächsten Newsletter mit auf!

Liebe Grüße und einen schönen Tag!

 

 

 

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