Siebzehnter Newsletter des Helfer-Stabs

Die aufsuchende Hilfe hat mittlerweile an mehr als 1.300 Türen geklopft! Nach einer Pilotphase, in der Reimerzhofen, Kreuzberg, Altenahr und Altenburg besucht wurden, waren die Aufsuchenden mittlerweile auch in Ahrbrück, Liers, Obliers, Insul und Rech unterwegs. Dabei erfassen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Helfer-Stabs, die im Projekt unterwegs sind, auch die Lage in den Ortschaften, in denen sie mit den Menschen vor Ort sprechen. Durchschnittlich wird jede zweite Tür, an der geklopft wird, auch geöffnet – da wurden also schon eine ganze Menge Informationen gesammelt! Wir haben uns für euch mal die Mühe gemacht, die vielen gesammelten Daten mal auszuwerten.

 

Hier sind also ein paar Zahlen und Daten zum Wiederaufbau:

Die erste Frage ist natürlich: Sind die Menschen, mit denen wir sprechen, denn überhaupt Betroffene der Flutkatastrophe? Und wenn ja, wie hat die Katastrophe sie betroffen? Tatsächlich ist nur weniger als ein Viertel der Menschen, die den Aufsuchenden die Tür öffnen, selbst nicht von der Katastrophe betroffen. Mehr als 77% der Menschen, mit denen die Aufsuchenden sprechen, sind selbst privat betroffen, fast jeder Zehnte auch gewerblich.

Doch es gibt Grund zur Hoffnung: Der Wiederaufbau schreitet langsam, aber stetig voran! Jeder Zweite findet, dass ungefähr die Hälfte des Wiederaufbaus am eigenen Haus oder der eigenen Wohnung bereits geschafft ist. Gleichzeitig finden nur 4% der Befragten, dass der eigene Wiederaufbau schon fertig ist – es braucht also noch eine Menge Arbeit.

Aber was genau fehlt denn? Wo brauchen die Betroffenen noch Hilfe? Auch das haben die Aufsuchenden gefragt. Hier kommt die Top 5 der meistgenannten Hilfsbedarfe:

  1. Hilfe bei ISB-Anträgen
  2. Handwerker
  3. Psychologische Hilfe
  4. Hilfe mit Versicherungen
  5. Gutachter

Knapp die Hälfte der Gefragten gibt allerdings auch an, keine Hilfe zu brauchen und allein klarzukommen – das ist doch auch ein gutes Zeichen! Für die anderen Bedarfe gibt es übrigens auch nicht wenige Hilfsangebote, sowohl von offizieller Seite als auch von privaten Initiativen. Doch das Wissen darüber scheint nicht sehr weit verbreitet zu sein, denn knapp ein Drittel der Aufgesuchten fühlt sich nicht gut informiert über Hilfsangebote und die Prozesse des Wiederaufbaus. Also, wenn ihr Tipps habt oder wisst, wo es Hilfe gibt – weitersagen!

Apropos private Initiativen: Die Frage, wie viele Betroffene private Hilfe in Anspruch genommen hat, ist natürlich auch gestellt worden. Knapp zwei Drittel der Betroffenen geben an, dass sie Hilfe von Freiwilligen und privaten Helferinnen und Helfern bekommen haben. Auf die Frage, wie sie an die freiwillige Hilfe herangekommen seien, geben mehr als die Hälfte der Menschen die Antwort „Die waren einfach plötzlich da!“ Doch die Zeiten haben sich geändert, nur noch 6% der Befragten geben an, dass sie heute noch freiwillige und ehrenamtliche Hilfe benötigen. Über Geld- und Sachspenden freut heute noch jeder Zehnte.

Diese spannenden Zahlen aus den Befragungen der Betroffenen wollten wir euch nicht vorenthalten und hoffen, ihr findet sie genau so interessant wie wir! Im nächsten Newsletter wird es um die Perspektive der freiwilligen Hilfe im Wiederaufbau gehen, dann lassen wir euch am Protokoll unseres Netzwerktreffens teilhaben. Am 31.07. wollen wir mit allen, die Lust darauf haben, darüber sprechen wo, wie und was weiterhin geholfen werden kann! Wenn euch das Netzwerktreffen interessiert, meldet euch gerne bei per Mail unter zentrale@helferstab.de und seid am 31. Juli dabei!

 

Bis dahin wünschen wir euch allen weiterhin viel Erfolg und eine gute Zeit!

 

Liebe Grüße und einen schönen Tag wünscht euch Das Team des Helfer-Stabs

 

 

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