Antworten auf häufig gestellte Fragen

HierAntworten für vieles Weitere finden sich im Flut-Wiki: www.flut-wiki.de

Abfall – kann man jederzeit und überall sammeln. Er liegt in den Wäldern und Ecken der Städte, eine Millionen Dinge für ein paar tausend Hände. Er gehört in Müllbeutel verpackt, zu Haufen gebündelt und im größeren Stil durch die Kommunen entsorgt. Liegengebliebene organische Abfälle führen schnell zu anderen Problemen – dagegen können alle etwas tun. Jeder Schnipsel zählt – das meint auch den Müll, der in Helfercamps und in Mittagspausen zusätzlich anfällt und nichts am Boden und in der Umgebung zu suchen hat. Mehr Infos auf den Seiten der örtlichen Abfallwirtschaft.

Arbeitsschutz – ist wichtig. Wo gearbeitet wird passiert auch schonmal was. Bitte rüstet euch mit persönlicher Schutzausrüstung aus (Schuhe, Handschuhe, Brille, etc.). Wenn ihr Ersatz braucht findet ihr den in der Regel an den Versorgungsstationen und beim Helfer-Shuttle. Die findet ihr in der Karte.

Anlaufstellen – für alles mögliche findet ihr in der Karte. Die Lage hier ist allerdings sehr dynamisch, daher bitten wir um Verständnis und Mitwirkung bei der Aktualisierung, z.B. in Form von Hinweisen per eMail an karte@helfer-stab.de

Baumaschinen – reisen mit Fahrern in kleineren Gruppen autark an. Diese machen sich vorher in den entsprechenden WhatsApp-Gruppen nach der Tagessituation schlau. Meldet euch bitte früh genug per Mail oder telefonisch.

Balsam – für die Seele ist alles, was hier lange Zeit nicht möglich war. Ein Friseur, eine Massage, ein Straßenmusiker oder in Form eines Blumenbeetes am Straßenrand. Werdet kreativ und bringt euch mit euren Fähigkeiten gern ein. Das Technische können die Maschinen – das Menschliche wir Menschen. Friseure: offene Friseure, Friseur-Trucks etc. findet ihr in der WhatsApp-Gruppe: Ehrenamtliche Friseure.

Camps – sind Orte der Begegnung und der Erholung. Manch einem wird schnell die Gruppe zur Familie  – und genauso soll es auch sein. Achtet bitte gemeinsam darauf, dass sich auch Dauerhelfer und Anwohner unter den Gästen befinden, denen ein besonderes Maß an Harmonie sehr wichtig ist.
Hier gehts zur Liste der Camps

Duschen – macht glücklich, auch den Zimmernachbarn. Dusch-Container findet ihr in der Karte. Um Ressourcen zu sparen, bitten wir euch, Handtücher und Duschgel mitzubringen, notfalls gibt es aber alles auch vor Ort. Grundsätzlich sollte man intime Orte so verlassen, wie man sie selbst vorfinden möchte, lasst also bitte keine Verbrauchsmaterialien in den Ecken der Container zurück.

Ehrenamt – ist und bleibt Ehrenamt. Bei Fragen hilft ein Klick Richtung Wikipedia.

Elementarversichert – oder nicht,  für die Betroffenen zwar ein großes Thema – für die freiwilligen Helfer jedoch sollte das keine Hauptrolle spielen. Jeder geht mit seinem Gewissen zu Bett und entscheidet selbst, wo er sich engagiert. Ob in öffentlichen Einrichtungen oder Flächen, Praxen oder Versicherungsbüros – es gilt ein Problem zu bewältigen und sich selbst mit derlei Fragen nicht im Weg zu stehen.

Erste Hilfe – gibt es fast überall. Die Handynetze funktionieren und man braucht sich zur medizinischen Versorgung keine Gedanken machen. Die Notapotheken und Behelfs-Arztpraxen kann man auf den örtlichen Internetseiten erkunden sowie auf der Karte.

Heizungen – werden in den kommenden Monaten immer wichtiger werden. Eine sehr gute Übersicht findet sich dazu im Flut-Wiki unter Wärmeversorgung.

Helfer-Shuttle – Bringt die Helfer koordiniert zu den Betroffenen, die Hilfe benötigen. Abfahrtszeiten für Shuttles erfährt man auf der Homepage www.helfer-shuttle.de

Gefühle – müssen raus. Ganz egal ob du hier oder daheim mit den Eindrücken kämpfst, unterschätze bitte nicht die Folgen, die das Unterdrücken mit sich bringen kann. Hier stützen wir uns gegenseitig um auch für Anwohner stark zu bleiben. In allen Fällen findest du auch professionelle Psychosoziale Unterstützung gelistet unter den Hotlines.

Geld – ist wichtig für viele Dinge, doch vor Ort gibt es noch sehr wenig Möglichkeiten, etwas davon auszugeben. Mit Amazonlisten, Crowd-Fundings, Tankkarten oder im Anschluss an eine Familie z.B. über Ahrhelp.com kann man auch mit kleinen Beträgen Großes tun. Ansonsten kann man es in Dinge umsetzten, die hier tagesaktuell gebraucht werden und sie herbringen oder es einfach direkt an eine der vielen Hilfsorganisationen spenden. Für Geldspenden an den Helfer-Stab wende dich bitte per E-Mail (zentrale@helfer-stab.de) oder Telefon (0800 133 66 66).

Infopoints – Helferbüros, Helfersammelstellen etc. sind die Tische, an denen die Anliegen der Einwohner, der Helfer und der Handwerker zusammenlaufen. Dort erfahrt ihr von offenen Baustellen, tagesaktuellen Hinweisen und dort könnt ihr euch mit euren Anliegen vor Ort auch hinwenden. Eine Übersicht der Infopoints findet ihr auf der Karte.

Jobs – der Helfer-Stab ist eine gemeinnützige GmbH in Gründung und aktuell sind einige ehrenamtliche Jobs ausgeschrieben, mit denen du die Koordination der Hilfe und den Wiederaufbau unterstützen kannst. Auch wenn nichts exakt Passendes dabei ist – bewirb dich einfach mit dem, was du kannst! Wir können jede Hilfe brauchen.

LKW – dürfen nicht überall jeden Tag fahren, Stichwort Sonn- und Feiertagsfahrverbot. Im aktuellen Katastrophenfall wurden aber Ausnahmeregelungen in Kraft gesetzt. Eine Übersicht über die aktuellen Regelungen findest du beim Bundesamt für Güterverkehr. Dort finden sich auch die Regelungen zur Befreiung von der LKW-Maut. Registrieren lassen kann man sein Fahrzeug hier.

Material – wird immer und stetig gebraucht. Doch das Internet ist manchmal sehr träge und durch die Lieferketten kommen manchmal Dinge nur mit Verspätung oder viel zu spät dann im Überfluss an. Bitte halte deine Augen nach Zeitstempeln offen und spricht dich mit den Leuten vor Ort ab. Für alle Baustoffe wendet euch bitte an die Baustofflager in Walporzheim (0170 6374178) und Ahrbrück (logistik@zukunft-ahrbrueck.de).

Patenschaften – kann man eingehen. Es gibt verschiedene Hilfsorganisationen, die Patenschaften zu betroffenen Familien vermitteln. Melde dich deswegen gerne per Mail (zentrale@helfer-stab.de) oder Telefon (0800 133 66 66).

Spenden – sind sehr wichtig und werden noch lange gebraucht, aber alles zum richtigen Zeitpunkt. Schaue dich in unserem Versorgungsstatus um, was aktuell gebraucht wird und was du vielleicht noch eine Weile bei dir zu Hause lagern solltest, bevor es hier gebraucht wird.

Scouts – sind unterwegs, um verschiedene Angelegenheiten zu erörtern, Angebote zu unterbreitet oder Gerüchten auf die Spur zu kommen. Wenn du aktiv mitwirken willst, dann schau in unserer Jobbörse nach oder auf helfer-shuttle.de. Du kannst deine Anliegen oder Informationen immer am nächstgelegenen Infopoint oder auch bei uns vorbringen und so zur Lösung beitragen. Aber Entscheidungen im Alleingang führen oft dazu, dass Probleme entweder gar nicht oder doppelt gelöst werden.

Taschenlampen – können nach wie vor nicht schaden. Auch wenn fast überall wieder Strom anliegt, stehen noch lange keine Straßenlaternen in den Dörfern. Kopflampen haben den Vorteil, dass man damit auch in dunklen Kellern arbeiten kann.

Transparenz – ist eine Tugend, für die wir gerne mehr Zeit hätten. Wir bemühen uns alles auch in der Zukunft liegende und geplante miteinander zu teilen. Die Kunst ist es, diesen Prozess nicht zum wilden Meinungsaustausch werden zu lassen – auch wenn jede Meinung berechtig ist und natürlich seinen eigenen Raum braucht.

Vermittlung – von Hilfe ist der Schlüssel zum Erfolg und in dieser Situation das Ziel aller NGOs hier im Ahrtal. Es gilt, die Nächstenliebe dahin zu bringen, wo der Bedarf tatsächlich auch ist. Dafür braucht es Menschen vor Ort, aber auch aus der Ferne kann man z.B. Angebote und Gesuche miteinander vermitteln und erwirken, dass die Einträge verschwinden. Anlaufstellen hierfür sind z.B. AhrHelp.de und Fluthilfe.RLP

Versicherung – ist wichtig. Wo viel gearbeitet wird, passiert auch viel Unvorhergesehenes. Die LVM bietet einen beitragsfreien Unfallschutz für Helfer an – unbürokratisch. Hier sind viele Großgeräte im Einsatz, daher gilt Paragraph 1: die Teilnahme an den Hilfsarbeiten erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht. „Generell sind alle Einsatzkräfte der Hilfeleistungsunternehmen, Ersthelfende sowie alle Personen, die betroffene Privathaushalte oder die Kommunen unterstützen, gesetzlich unfallversichert. Für die medizinische und psychotherapeutische Versorgung ist die Unfallkasse Rheinland-Pfalz als gesetzliche Unfallversicherung zuständig.“ (Siehe https://www.ukrlp.de/aus-gegebenem-anlass/)

Versorgung – für die Versorgung mit Lebensmitteln vor Ort ist gesorgt. Wendet euch gerne in den Ortschaften an die Info-Points und erfragt dort die örtlichen Versorgungsstellen.

Vollständigkeit – ist auf gar keinen Fall gewährleistet. Weder im Listing dieser Homepage, noch auf jeder anderen Quelle, Facebook-Gruppe im Fernsehen oder WhatsApp Status. Hier sind unzählige Menschen analog unterwegs, die Gutes tun ohne darüber zu sprechen oder sich einer Organisation angeschlossen haben und nehmen genauso großen Einfluss auf die Entwicklung vor Ort. Am Ende des Tages weiß man dann nur so halb, was heute los war – das bleibt sicher auch noch ein bisschen so.

WhatsApp-Gruppen – haben sich als effektives Werkzeug etabliert, indem es eine eingespielte Netiquette gibt. Wir vermeiden SocialTalk und Meinungsaustausch zugunsten der Koordination von Einzelfällen. Jede Meinung braucht ihren Raum, völlig klar – doch aus Respekt gegenüber den Betroffenen vermeidet bitte reißerische Postings, Schlagabtausch und Grundsatzdiskussionen. Jedes Anliegen, dass ihr übernehmt bitte per Antwortfunktion bestätigen, so ist für alle klar, dass jemand dran ist. Die Details können dann per PN ausgetauscht werden. Jede Gruppe hat ihre Besonderheiten, das erfährt man über die jeweilige Gruppenbeschreibung. Grundsätzlich gilt: wenn keine Nachricht kommt, ist alles okay, man muss sich nicht vorstellen beim Einstieg und gute Arbeit lobt sich selbst. Sprachnachrichten sollten vermieden werden, damit gleich alle sehen können, ob es für sie relevant ist. Die wichtigsten Gruppen findet ihr auf unserer Übersichtsseite.

Winter – ist eine schöne Jahreszeit, die vielen hier jedoch große Sorge bereitet. Im Schulterschluss mit allen Beteiligten geben wir gemeinsam unser Bestes, die Betroffenen und Helfer durch diese Phase zu begleiten. Wir sind sehr zuversichtlich, die individuellen Bedürfnisse mit individuellen Lösungen verknüpfen zu können und bitten alle, die Nerven im Prozess nicht zu verlieren. Siehe auch der Punkt „Heizungen“.

Zeit – ist relativ. Wenn du mehr als nur ein paar Tage hier her kommst, genügt ein Handy und eine Akkubank für die wenigen Momente, in denen du die Uhrzeit wissen musst. Richte dich darauf ein, dass Dinge nicht immer sofort gehen und Geduld eine größere Rolle spielt als Pünktlichkeit.